Steigbügeloperationen

Stapesplastik, Stapedotomie

Bei einer besonderen Art der Mittelohrschwerhörigkeit wird die Steigbügelfußplatte durch eine Entzündung mit nachfolgender Entzündung fixiert ( = Otosklerose). Die Ursache dieser speziellem Entzündung ist nach wie vor ungeklärt. Durch die Fixierung der Fußplatte können die Schwingungen der Gehörknöchelchen nicht mehr auf die Innenohrflüssigkeit übertragen werden. In diesen Fällen kann ein Loch in die Fußplatte eingebracht werden (hierzu wird der CO2-Laser verwendet, da er eine berührungsfreie Manipulation zulässt) und der Steigbügel durch eine Stapesprothese, die am langen Ambossschenkel fixiert wird,  überbrückt werden. Die Hörerfolge bei dieser Operation sind in der Regel außerordentlich gut.

Nachbehandlung nach Mittelohroperationen                                        

Mittelohroperationen verursachen in der Regel keine oder kaum postoperative Schmerzen. Selten kommt es zu vorübergehendem Schwindel (v.a. Stapesplastik) oder Innenohrhörminderungen, sodass zumeist eine frühzeitige Entlassung aus der stationären Behandlung möglich ist. Die Wundfäden sollten nach 7. Tagen (Endauralschnitt) bzw. 9 Tagen (Retroaurikulärschnitt) entfernt werden.  Die Gehörgangstampondade wird nach 3 Wochen (bzw. 2 Wochen nach Stapesplastik) entfernt (schmerzlos!). Anschließend wird antibiotisch/antientzündliche Salbe für weitere 2 Wochen in den Gehörgang eingebracht. Danach erfolgt die Weiterbehandlung mit Ohrentropfen. Zu diesem Zeitpunkt ist das Ohr in der Regel bereits gut verheilt.

Stapedotomie mit Eintauchen einer am langen Ambossschenkel fixierten Clip-Prothese (aus Titan) in den Vorhof (= Vestibulum) des Innenohres.